Trotz G8 ins Ausland? Jetzt erst recht!

Welche Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt gibt es?

Wenn es Dich in die große weite Welt zieht, Du fremde Länder sowie Sprachen und Kulturen kennen lernen und Dein persönliches Auslandsabenteuer erleben möchtest, kann ein Auslandsaufenthalt eine Möglichkeit für Dich sein. Für viele junge Menschen ist es genau das Richtige, bei einem Schüleraustausch oder nach dem Abi erstmal etwas ganz anderes zu tun und sich selbst besser kennenzulernen.

Eine sehr beliebte Option ist Work & Travel. Besonders gefragte Länder sind Australien und Neuseeland, außerdem ist Kanada zurzeit im Kommen. In allen drei Ländern kannst Du als deutscher Staatsbürger das sog. Working-Holiday-Visum beantragen und dort damit bis zu einem Jahr herumreisen und jobben. Durch Gelegenheitsjobs kannst Du Dir so i.d.R. Deinen Aufenthalt vor Ort finanzieren und eine Menge schöner Plätze sehen! Beliebte Jobs sind z.B. Farmhelfer im Rahmen von Farmstays (Obst und Gemüse ernten, sortieren und verpacken bzw. Tiere versorgen, Schafe scheren etc.), Hilfskraft in der Gastronomie (kellnern, spülen – hier gibt es obendrein z.T. auch noch sehr gutes Trinkgeld), Babysitting oder auch als Arbeitskraft in Hotels (Betten machen, putzen etc.). Neben der Arbeit sollte natürlich auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen, denn Du kannst natürlich neben dem Jobben das Land entdecken und erlebst so die Menschen, ihre Kultur und Traditionen hautnah. Es gibt verschiedene Organisationen, die Work & Travel und unter dem Strich auch vergleichbare Leistungen anbieten. Reist Du mit Orga, zahlst Du ggf. ein wenig mehr, ersparst Dir aber viel Zeit und Nerven, denn sie nehmen Dir die gesamte Planung ab. Darüber hinaus ist bei Problemen immer jemand da, an den Du Dich wenden kannst, Du bist aber genau so frei und flexibel, als wenn Du ohne Orga unterwegs wärst.

Auslandsaufenthalt nach dem AbiWenn Du gerne einen festen Job haben möchtest, es Dir nichts ausmacht, für längere Zeit an einem Ort zu bleiben und Du obendrein noch Kinder magst, ist ein Au Pair-Aufenthalt vielleicht das Richtige für Dich. Als „Super Nanny“ kümmerst Du Dich um die Kinder Deiner Gastfamilie und nimmst intensiv am Familienleben sowie den verschiedenen Traditionen teil. In vielen Ländern ist das Au Pair-Programm weit verbreitet und äußerst beliebt, da es eine günstige Variante ist. Außerdem verdienst Du gut und kannst auch noch quer durch das Land reisen. Sollte es etwas weiter weg sein, kannst Du z.B. auch als Au Pair nach Australien gehen. Für die „Sicherheits-Fanatiker“ ist Au Pair auf jeden Fall eine gute Alternative, denn Du weißt im Voraus schon, wo Du leben wirst und was genau Deine Aufgaben sind – das ist auch besonders für Eltern sehr beruhigend.

Um ebenfalls für längere Zeit im Ausland zu sein, ist ein Praktikum im Ausland empfehlenswert. Hier kannst Du schon mal Berufsalltag schnuppern sowie wichtige Erfahrungen sammeln, die Dir später weiterhelfen können. Neben verbesserten Sprachkenntnissen zeigst Du Eigeninitiative und dass Du nicht einfach faul herumliegst, sondern arbeiten und Dich weiterentwickeln möchtest. Du sammelst außerdem interkulturelle Erfahrungen und kannst am Wochenende bzw. im Anschluss an das Praktikum auch noch reisen. Die Organisation eines Auslandspraktikums ist oftmals etwas langwieriger (Du brauchst u.a. ein Visum, eine Arbeitserlaubnis, eine Unterkunft und natürlich den richtigen Praktikumsplatz). Viele Arbeitgeber vergeben inzwischen weltweit Praktikumsplätze über das Internet – daher ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten. Der Weg über eine professionelle Organisation ist dabei manchmal der sichere, noch dazu hast Du auch hier i.d.R. immer einen Ansprechpartner vor Ort, an den Du Dich bei Problemen wenden kannst.

Deinen sozialen Sinn kannst Du im Rahmen der Freiwilligenarbeit ausbauen. Von einigen Wochen bis hin zu einem Jahr kannst Du auch hier so lange vor Ort sein, wie Du möchtest, und natürlich auch dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Ob Brunnenbau in Ghana, Löwen füttern in Südafrika, Englisch unterrichten in Kambodscha oder in einem Waisenhaus in Ecuador helfen – Du kannst in vielen verschiedenen Bereichen tatkräftig mit anpacken. Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass Freiwilligenarbeit nicht immer einfach ist, denn oft wirst Du in Entwicklungsländern platziert. In jedem Fall ist sie aber sehr lehrreich, denn Du lernst Dich selbst besser kennen und erhältst eine neue Sicht auf Dein Leben in Deutschland und bedeutet natürlich auch ein einmaliges Erlebnis!

Wenn Du nicht so viel Zeit hast und in kürzester Zeit Deine Sprachkenntnisse ausbauen möchtest, kannst Du auch eine Sprachreise machen. Nicht nur, dass Du Deine Sprachkenntnisse in Deinem Wunschland schnell verbesserst, Du lernst auch neue Leute sowie Land und Kultur kennen. Eine Sprache lernen bedeutet auch immer, den Alltag sowie die Eigenarten eines Landes zu entdecken und das geht natürlich am besten vor Ort. So tauchst Du ganz in die jeweilige Sprache ein, übernimmst vielleicht einen bestimmten Akzent, übst Vokabeln und Aussprache und weißt, welche Worte wann angebracht sind und wann nicht und wie man sich auch umgangssprachlich ausdrückt.